Wie geht man mit Software online? Hollywood-Launch oder Gmail-Launch?

Montag, 08. September 2008

Ein interessanter Artikel von Aaron Swartz: How To Launch Software. Der Grundgedanke: man macht es wie Google, die mit ihren Applikationen zumeist eine scheinbar endlose “Beta”-Phase durchleben, bevor sie von einer fertigen Anwendung reden.
Swartz beschreibt eine Art Soft Launch, der den Nutzerkreis und damit die Exklusivität der Nutzung Schritt fĂĽr Schritt erweitert und sich so einer immer reiferen Software annähert. Im Gegensatz zum “Hollywood Launch” (erst der Buzz, dann die Software) empfiehlt er den “Gmail Launch”: erst ein paar Nutzer, dann mehr Nutzer, dann viele Nutzer, dann ganz viele Nutzer - und dann der Buzz, die Presse, die Mund-zu-Mund-Propaganda, die Aufmerksamkeit der Blogs, dann erst das Marketing.

Aaron Swartz in seinem Blog Raw Thoughts: How To Launch Software

8 Designfehler fĂĽr die Nutzerregistrierung

Mittwoch, 13. August 2008

Machen Sie schon alle Fehler, die man auf Webseiten für die Nutzerregistrierung machen kann? Oder sind Sie bei lediglich 3 oder 4 Fehlern stehengeblieben? Hier die Liste, damit Sie wirklich alle Fehler machen können:

  1. Verlangen Sie die Registrierung selbst dann, wenn es eigentlich nicht wirklich notwendig ist (z.B. für Produktkäufe oder den Download von Prospekten).
  2. Verlangen Sie das Einloggen, bevor die Nutzerinnen irgendetwas tun können (z.B. bevor sie sich Produkte ansehen können).
  3. Nennen Sie nicht die Vorteile, die der Nutzer von einer Registrierung haben könnte (etwa die Änderung von Reservierungen o.ä.)
  4. Verstecken Sie den Button zum Einloggen.
  5. Bieten Sie keinen “Neues Konto erstellen” oder “Passwort vergessen”-Button an.
  6. Auf keinen Fall Möglichkeiten zur Registrierung anbieten, wenn sie im Prozess gebraucht werden könnten (etwa am Ende eines Kaufprozesses, um durch das Einloggen die nochmalige Dateneingabe zu ersparen).
  7. Fragen Sie bei der Registierung nach viel zu viel Informationen.
  8. Sagen Sie Ihren Nutzerinnen und Nutzern nicht, wofür Sie die Informationen benötigen (erklären Sie z.B. niemals, wozu Sie die Telefonnummer benötigen).

Zusammengestellt wurden diese hilfreichen Tipps von Jared M. Spool auf seiner Unternehmens-Website User Interface Engineering, seine ausführliche Erläuterung aller Fehler finden Sie unter 8 Design Mistakes to Avoid.

Standards fĂĽr das Mobile Web

Mittwoch, 13. August 2008

Das W3-Konsortium hat neue Standards fĂĽr Mobile-Web-Anwendungen herausgegeben. Die Mobile Web Best Practices 1.0 haben nun den Status einer “W3C Recommendation” und sind eine praxisnahe Handlunganleitung fĂĽr Webseiten, die auch auf mobilen Geräten reibungslos funktionieren sollen. Hier weiterlesen »

Schnell scheitern fĂĽr den Projekterfolg

Dienstag, 22. Juli 2008

Michael B. Johnson, Leiter von F&E bei Pixar, gab adaptive path ein E-Mail-Interview zum (äuĂźerst komplexen) Produktionsprozess ihrer computergenerierten Filme, etwa des neuen Films Wall·E. Johnson gibt dort u.a. zum Besten:

We know we’ll fail a lot; if you don’t fail you’re not doing anything new :-). We’d much rather fail with a bunch of sketches that we did (relatively) quickly and cheaply, than once we’ve modeled, rigged, shaded, animated, and lit the film. “Fail fast,” that’s the mantra. With a team of 10-20 people (director, story artists, editorial staff, production designer and artists, and skeleton production management) you can make, remake, and remake again a movie that once it hits 3D will take an order of magnitude more people to execute. The complexity of the task does not ramp up linearly.

Ähnlichkeiten mit einem guten Software-Entwicklungsprozess sind rein zufällig. Adaptive Path: Conversation with Michael B. Johnson of Pixar

Von Googles Philosophie lernen heisst siegen lernen

Dienstag, 08. Juli 2008

Wir halten es ja letztendlich fĂĽr blanken Unsinn, wenn Unternehmen sich mit dem Attribut “Philosophie” schmĂĽcken, unter diesem hochtrabenden Label dann aber Weisheiten zu finden sind, die eher auf einen Marktplatz als in eine philosophische Diskussion gehören. Guy Kawasaki hat sich damit bereits eingehend beschäftigt und in seiner Untersuchung Mantra vs. Missions schon vor Jahren alles dazu gesagt. Hier weiterlesen »