Archiv für die Kategorie 'Redaktion'

Newsletter: Harter Kampf um den Posteingang

Mittwoch, 28. Juni 2006

Jakob Nielsen, hier bereits mehrfach gelobter Usability-Guru, sieht Newsletter weiterhin als “den besten Weg zum Erhalt von Kundenbeziehungen im Internet” an, auch bei einem deutlich gestiegenen E-Mail-Aufkommen im Posteingang. Seine nach vier Jahren erneut durchgeführte Studie zur Benutzerfreundlichkeit von Newslettern zeigt deutliche Verbesserungen in der Nutzerorientierung von Newslettern auf. Wichtigste Ergebnisse: Nutzer ‘lesen’ weniger als dass sie Überschriften nach Angeboten und Informationen ’scannen’, die für sie interessant sind. Die enorme Geschwindigkeit beim Überfliegen eines Newsletters ist der hohen Informationsdichte beim Lesen des Posteingangs geschuldet, so Nielsen. Die ersten 3-4 Wörter in den einzelnen Nachrichten seien entscheidend für die Aufmerksamkeit des Lesers oder der Leserin. Da Nutzer immer wählerischer bei der Auswahl ihrer Newsletter werden, steige die Bedeutung von Usability und der schnellen Erfassbarkeit von Informationen. Nielsen sieht RSS-Feeds (die nach seiner Empfehlung übrigens nie so hei�ßn sollten, da niemand weiß, um was es dabei tatsächlich geht) lediglich als Ergänzung zu Newslettern, da der ‘klassische’ Newsletter persönlicher und effektiver sei.

Bloggen Sie schon?

Dienstag, 07. März 2006

Das Internet wird zunehmend zum Sende-Medium: Jeder und jede kann leicht Bilder oder eigene Musik ins Netz stellen und vor allem: schreiben, schreiben, schreiben.

Jeden Tag gehen weltweit ca. 80000 neue Blogs online, in denen die Autoren und Autorinnen am virtuellen Lagerfeuer Geschichten aus ihrem Leben erzählen, das Weltgeschehen kommentieren oder über das schreiben, was ihnen in den Sinn kommt. Andere Leser und Leserinnen kommentieren das, setzen Links auf Artikel,die Ihnen gefallen haben.

Tauchen Sie ein in die Blogosphere, indem Sie die Blog-Suche Technorati aufrufen und einen Begriff eingeben, der Sie interessiert. Sie werden erstaunt sein.

Wie Leser im Netz lesen

Freitag, 02. April 2004

Lesen ist nicht gleich lesen: auf einer säure- und flimmerfreien Buchseite kann man ganz anders lesen als auf einem Laptop-Bildschirm. Oder lesen Sie ganze Bücher als PDF am Bildschirm?
John Morkes und Jakob Nielsen haben in ihrem Aufsatz Concise, SCANNABLE, and Objective: How to Write for the Web bereits 1997 wissenschaftlich untersucht, was da eigentlich geschieht, wenn man im Web liest (und wie man aufgrund dieser Tatsachen schreiben sollte).