Archiv für die Kategorie 'Project Management'

Mustergültiger Site-Review

Mittwoch, 02. November 2011

Rand Fishkin, CEO von SEOmoz, hat einen schönen, leicht verallgemeinerbaren und für eigene Zwecke nutzbaren Site Review durchgeführt. Einfach mal durchklicken, man lernt schon beim Zuschauen, auf was man bei Webprojekten achten muß:

A Methodology for Site Reviews
View more presentations from Rand Fishkin

Hier der dazugehörige Artikel, der die Präsentation als Ergebnis einer “classic presentation battle” ausweist: A Framework for Site Reviews (with Examples). Von Rand Fishkin.

Lasst beim Crowdsourcing 1000 Blumen / Ideen sprießen

Freitag, 21. Oktober 2011

Aus einem letztens in Asien umgesetzten großen Crowdsourcing-Projekt für ein Firmenintranet wissen wir: design matters. Das Konzept kann noch so reizvoll sein, die Funktionalität so einleuchtend wie nur irgendetwas, der Nutzen so groß, dass die Firma sich darüber in ihren Büchern jahrelang freuen kann, wenn es den Nutzern nicht ‘schmeckt’, wird es scheitern. Und hier ist nicht von der Verschönerung einer ohnehin nicht-nutzbaren Software die Rede, sondern vom Look&Feel, wobei hier die Betonung durchaus auf dem “Feel” liegt. Gerade bei einer Crowdsourcing-Software, die eher abstrakte Vorgänge wie das Erreichen neuer Wissenszustände durch die Kombination vieler Teilnehmerinnen unterstützt, kommt dem Visuellen ein besonderer Wert zu.

Die Hybrid Wisdom Labs haben jetzt eine Collaborative Discovery Engine gestartet, die Ideen als “Blumen” (nun ja, eigentlich nur Kreise) visualisiert, um den – durchaus gewünschten – Wildwuchs der Ideen handhabbarer und verständlicher zu machen, hier ein Screenshot der – naturgemäß dynamischen – Visualisierung:
Collaborative Discovery Engine
Interessant wird es sein, zu sehen, wie sich die Map, ääh die Wiese, über die Zeit entwickelt, da Rankingsysteme dazu tendieren, einzelne Elemente über die Zeit in den Top Ten zu zementieren, da sie so viele “Likes” haben, dass sie nie wieder einer wirklich neuen Idee Platz machen müssen. Würde bei dem hier angeführten Beispiel heißen, dass es irgendwann ‘Platzhirschen’ auf der Wiese gibt, die niemand mehr verdrängen kann und die aufgrund ihrer prominenten Position immer noch weitere Punkte sammeln.
Wir verfolgen das Experiment mit Interesse, haben auch selbst eine Idee dort publiziert und warten mal ab, was sich auf der Wiese tut.

No Bad Ideas on Brainstormings…

Dienstag, 18. Oktober 2011

Ähnlichkeiten mit lebenden Personen, Initiativen und Meetings sind rein zufällig:

Clinton Foundation: Celebrity Brainstorm from President Bill Clinton

Wie organisiert man Social Media im Unternehmen?

Freitag, 19. August 2011

Dion Hinchcliffe, seines Zeichens “Executive Vice President of Strategy” in der Dachis Group, schreibt über die Organisation von “Social Media Units” innerhalb von großen Unternehmen. Übersetzt man “Social Media Unit” mit “Social Media Abteilung”, wird einem die Problematik der Materie sofort bewußt, stehen doch per definitionem soziale Medien den in Unternehmen üblichen starren Hierarchien diametral gegenüber. Hinchcliffe schreibt dazu:

Now, I should be clear that top-down hierarchy and central control is not the name of the game for a Social Business Unit. In fact quite the contrary, and I’ve previously explored why this is with push vs. pull management models and CoIT. Instead, the Social Business Unit is much more of a facilitator that enables local success by providing needed guidance, best practices, coordination, and occasionally actual resources such as community management and social listening.

So weit, so gut, so einleuchtend und wahr. Im folgenden beschreibt Hinchcliffe die zentralen Kompetenzen einer solchen Unit, von der Aufmerksamkeit für den (Meinungs- und Kommunikations)Markt, dem Verständnis für die Mechanismen der sozialen Medien bis zur effektiven, schnellen Kommunikation. Alles Punkte, die keine Selbstverständlichkeiten sind in Konzernstrukturen, die es gewohnt waren, mit einer Verlautbarungs- oder Geschäftsberichtskommunikation zu leben und erfolgreich zu sein.
Designing a social business capability Besonders lehrreich (und besonders schwer zu lernen für Unternehmen) sind Hinchcliffes Ausführung zum Zuhören. Die Social Media Abteilungen sind eben nicht nur “Sender”, sondern vor allem Empfänger von Signalen, die weit über das traditionelle Webtracking hinausgehen. Das Ohr am Palaver der Crowd kann entscheidend sein für Unternehmen, denn die sozialen Medien zeigen oft eine so rasante Eigendynamik bei der Verarbeitung von Themen, dass traditionelle Corporate Communications (oder wie immer die bisherigen Abteilungen heißen) dem zumeist nicht gewachsen sind.

Hier der vollständige, sehr lehrreiche Artikel: Introducing The Social Business Unit von Dion Hinchcliffe, Executive Vice President of Strategy der Dachis Group

Bezauberndes Business

Dienstag, 22. Februar 2011

Der von uns verehrte Guy Kawasaki hat ein neues Buch geschrieben, dessen Titel wir, ehrlich gesagt, erstmal nachschlagen mussten, denn im Business Englisch kommt der Begriff (leider) selten vor: Enchantment. Wir übersetzen es uns mal mit “Bezauberung”. Und offenbar geht darin um den – Achtung, noch ein leider aussterbendes Wort – Charme von Dingen, Geschichten und, ja, auch das, Produkten, die uns sofort überzeugen und die wir besitzen wollen. (Uns hat ja vor kurzem, siehe den vorherigen Post, der Charme des iPhones nicht mehr überzeugt, stattdessen sind wir von Android bezaubert, also das Bezaubert-sein ist durchaus ein flattriges, unstetes Gefühl.)
Interessant auch, das Guy Kawasaki zu seinem Buch eine Unmenge an “Badges”, eine Facebook-Seite und die untenstehende Infografik anbietet. Das Buchmarketing wird eben auch immer onliner… (habt ihr das gehört, liebe deutsche Verlage?)

Übrigens: das house of user bekommt im Test How GREAT are you? Guy’s Realistic Enchantment Aptitude Test (GREAT) das Resultat “You need to read Enchantment asap. Buy the book.” Ok, nobody is perfect, dann wollen wir mal.

Enchantment Infographic