Archiv für die Kategorie 'Mobile Web'

Zur Lage der Semantik in HTML5

Dienstag, 22. November 2011

Interessanter Artikel im Smashing Magazine von Bruce Lawson, seines Zeichens Co-Autor des Buches Introducing HTML5, über die semantischen Aspekte der neuen HTML-Version: HTML5 Semantics.
Gemäß dem Vorschlag von Tim Berners-Lee, das Internet von einem Netz der Informationen zu einem Netz der Bedeutungen zu machen, stellt HTML5 einen weiteren Schritt hin zu diesem Ziel dar, wie Lawson aufzeigt:

Along the way, we’ll see that HTML5 semantics are carefully designed to extend the current capabilities of HTML, while always enabling users of older browsers to access the content. We’ll also see that semantic markup is not “nice to have,” but is rather a cornerstone of Web development, because it is what enhances accessibility, searchability, internationalization and interoperability.

Zu den “sexy new semantics” von HTML5 zählt Lawson zum Beispiel die Fähigkeit, endlich das Format-Wirrwarr bei den Audio- und Videoformaten zu überwinden, indem mehrere Formate angegeben werden können und der Browser aufgrund seiner Fähigkeiten entscheidet, welches Format er abspielt. Hier ein Beispiel für die Einbindung einer Audio-Datei von, herrje, Justin Bieber ;-):

HTML-Code für die Einbindung mehrerer Audioformate

Der Browser spielt das erste Format ab, das er versteht, zur Not wird es die Fallback-Version sein. Lawson sieht HTML5 als einen wichtigen, aber beileibe nicht den letzten Schritt zum Semantic Web an. Wir werden auf dem Weg dorthin wohl auch noch ein HTML6, 7 und 8 kennenlernen. Aber Lawson ist optimistisch:

Semantics do matter. Semantics communicate meaning, and once that is established, machines can do something meaningful with that data, without having to develop and use algorithms to guess. A browser extension might allow a user to jump straight to the nav with a single keystroke. It can do this because it looks for nav rather than having to employ heuristics to find a div with an id or class that would suggest it’s being used as navigation (assuming the author decided to use something sensible like nav, navigation, sidebar, or menu  —  and a restaurant site with a div called “menu” might be a list of foods rather than other pages…ah, the ambiguity of natural language). A crawler might dynamically assemble articles on a timeline. There are many more possibilities than my meagre imagination can dream up.

Hier der vollständige Artikel von Bruce Lawson: HTML5 Semantics.

Wird Flash zu HTML5?

Mittwoch, 09. November 2011

Sehr interessant, was Dieter Bohn auf Verge von kommenden Adobe-Entwicklungen und -Plänen zu berichten weiß. Neben einem – weniger überraschenden – stärkeren Support der auf AIR basierenden Applikationen und Plugins scheint Adobe sich in Sachen Flash in Richtung HTML5 zu bewegen. Zur größer werdenden Bedeutung von AIR teilt Adobe mit:

Our future work with Flash on mobile devices will be focused on enabling Flash developers to package native apps with Adobe AIR for all the major app stores. We will no longer adapt Flash Player for mobile devices to new browser, OS version or device configurations. Some of our source code licensees may opt to continue working on and releasing their own implementations. We will continue to support the current Android and PlayBook configurations with critical bug fixes and security updates.

Die größere Bedeutung sieht Bohn aber in Adobes Reaktion auf Apples Mißbilligung und fehlende Unterstützung von Flash, das immer noch nicht auf iPhone und iPad läuft (und wohl nie laufen wird). Bohn führt dazu aus:

Adobe may have hinted at this move earlier today in a statement detailing its new direction, noting that it would be “shifting resources to support even greater investment in HTML5,” and “focusing Flash resources on delivering the most advanced PC web experiences, including gaming and premium video, as well as mobile apps.” The mobile Flash plugin was notably absent from the list of Adobe’s future directions.

Bohn sieht dieses Statement als Sieg von Apples Strategie, Flash als nicht mehr zukunftsfähige Technologie zu brandmarken. Es bleibt spannend.

Hier der vollständige Artikel auf Verge: Adobe to cease developing mobile Flash plugin for Android and PlayBook. Von Dieter Bohn.

Anwendungen auf Handy und Tablet – das “Ice Cream Sandwich” führt alles zusammen

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Nachdem wir letztens einen interessanten Vortrag über Usability auf dem iPad Tablet gehört haben (Danke, Frankfurter Webmontag & Darren, tolle Veranstaltung!), hat die weitere dadurch angeregte Recherche einen interessanten Artikel von Tim Bray zu Tage gebracht (schon einen Monat alt, mea culpa): Preparing for Handsets.

Während der oben verlinkte Vortrag die Probleme beschreibt, die sich aus einer zu stark computer- bzw. mausorentierten Sichtweise auf Tablet-Anwendungen ergeben können (wie geht man z.B. mit einem Mouseover-Effekt um, wenn es doch auf dem Tablet gar keine Maus mehr gibt, sondern, wie es in dem Vortrag heißt, nur ein Bedienungsgerät namens “Wurstfinger”?), erläutert Brays Artikel die Vorgehensweise, um in Android 3.0 (Honeycomb) geschriebene Anwendungen zum Beispiel nur auf einem Tablet-Gerät laufen zu lassen (weil die Anwendung eben tatsächlich nur dort sinnvoll funktioniert) oder an beide Nutzungsweisen optimal anzupassen. Der Wechsel von ein- zu zweispaltigem Layout und zu reduzierten Interaktionselementen (z.B. wird die Android ActionBar auf dem mobilen Gerät als Buttons und mit weniger Elementen dargestellt) sind hier wesentliche Aspekte, die mit Android-Bordmitteln genutzt werden können.

Das gestern erschienene Android 4.0 SDK “Ice Cream Sandwich” (wer denkt sich nur immer diese Namen aus?) zeigt deutlich das Bemühen, die Welt der Tablets- und anderer mobiler Geräte auf einer (weitgehend) gemeinsamen Code-Basis zusammenwachsen zu lassen. Die schöne neue Tablet-Mobile-Handy-Welt kann kommen, Android ist bereit dafür.

G+ API Hackathon am 3.11. in FFM

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Die Google Technology UserGroup Rhein-Main veranstaltet am 3. November einen G+ API Hackathon. Entwickler, zeigt, was in euch steckt!

Das Interesselose Wohlgefallen des Internets

Montag, 14. Februar 2011

Ein Bewohner des house of userMan muß auch mal, trotz aller Benchmarks, Effizienzsteigerungen, Verbesserungen und Optimierungen, das Nutzlose preisen. Und sei es nur unter dem Mantel des berühmten interesselosen Wohlgefallens, das in der Usability so oft unter dem Terminus technicus “Joy of Use” firmiert, aber eigentlich doch oft ein, seien wir ehrlich, zweck-ungebundener “Joy of Joy” ist.

Letztens hat im house of user ein Android-Handy Einzug gehalten, unendlich viel kleiner, leichter, leistungsfähiger und praktischer als das schicke iPhone, das zuvor die Tasche (im physikalischen und monetären Sinn) beschwert hat. Und jetzt bringt Google so etwas (sehen wir es mal aus Controller-Sicht) nutzloses, aber überaus spaßiges wie (sehen wir es mal aus Marketing-Sicht) Androidify. Wunderbar, mit herrlichen Soundeffekten und dazu noch ein Tool für echtes “Community building”.

Hier mehr für alle im Club der Android-Nutzer: