Anwendungen auf Handy und Tablet – das “Ice Cream Sandwich” führt alles zusammen
Donnerstag, 20. Oktober 2011Nachdem wir letztens einen interessanten Vortrag über Usability auf dem iPad Tablet gehört haben (Danke, Frankfurter Webmontag & Darren, tolle Veranstaltung!), hat die weitere dadurch angeregte Recherche einen interessanten Artikel von Tim Bray zu Tage gebracht (schon einen Monat alt, mea culpa): Preparing for Handsets.
Während der oben verlinkte Vortrag die Probleme beschreibt, die sich aus einer zu stark computer- bzw. mausorentierten Sichtweise auf Tablet-Anwendungen ergeben können (wie geht man z.B. mit einem Mouseover-Effekt um, wenn es doch auf dem Tablet gar keine Maus mehr gibt, sondern, wie es in dem Vortrag heißt, nur ein Bedienungsgerät namens “Wurstfinger”?), erläutert Brays Artikel die Vorgehensweise, um in Android 3.0 (Honeycomb) geschriebene Anwendungen zum Beispiel nur auf einem Tablet-Gerät laufen zu lassen (weil die Anwendung eben tatsächlich nur dort sinnvoll funktioniert) oder an beide Nutzungsweisen optimal anzupassen. Der Wechsel von ein- zu zweispaltigem Layout und zu reduzierten Interaktionselementen (z.B. wird die Android ActionBar auf dem mobilen Gerät als Buttons und mit weniger Elementen dargestellt) sind hier wesentliche Aspekte, die mit Android-Bordmitteln genutzt werden können.
Das gestern erschienene Android 4.0 SDK “Ice Cream Sandwich” (wer denkt sich nur immer diese Namen aus?) zeigt deutlich das Bemühen, die Welt der Tablets- und anderer mobiler Geräte auf einer (weitgehend) gemeinsamen Code-Basis zusammenwachsen zu lassen. Die schöne neue Tablet-Mobile-Handy-Welt kann kommen, Android ist bereit dafür.

