Geschwindigkeit zählt
Juni 24th, 2009Ist es das Design? Ist es die Marke? Ist es das Produkt? Ist es die persönliche Empfehlung? Sind es die Links von vertrauten Seiten? Oder der Service? Viele Faktoren machen ‘die’ erfolgreiche Website aus und sicherlich ist es nicht nur ein Aspekt, der für den Erfolg eines Internetangebots verantwortlich ist. Ein grundlegender Aspekt beim Aufbau (oder der Zerstörung) von Interesse und Vertrauen ist aber sicherlich die Geschwindigkeit oder Ladezeit einer Website.
Jake Brutlag and Eric Schurman, Technik-Verantwortliche von Google und Bing, haben zu diesem Thema gestern ihre Ergebnisse auf der Konferenz Velocity 2009 in einer Präsentation vorgestellt: The User and Business Impact of Server Delays, Additional Bytes, and HTTP Chunking in Web Search. Die Ergebnisse kann man in den verfügbaren Präsentationsfolien (PPT) nachlesen. In aller Kürze:
- Geschwindigkeit ist einer der wichtigsten Faktoren für die Nutzung einer Website
- Nutzer bemerken selbst geringste Ladeverzögerungen. Schon um eine halbe Sekunde längere Ladezeiten haben Einfluß auf die Umsätze des Angebots.
- Die Kosten von Verzögerungen haben einen nachhaltigen negativen Einfluß auf die Seite.
- Das Ladeverhalten einer Seite sollte optimiert werden, z.B. über “progressive rendering”, um den Nutzer zu halten
- Lässt sich die Datenmenge einer Seite nicht reduzieren, kommt es darauf an, was wann gesendet und im Browser dargestellt wird
Auch wenn die Experimente mit den Ergebnisseiten von Suchmaschinen durchgeführt wurden, lassen Sie doch wichtige Rückschlüsse auch für ‘normale’ Webseiten zu. Der Nutzer erweist sich, ob bewußt oder unbewußt, als extrem sensibel gegenüber kleinsten Verzögerungen in der Ladezeit und Seitendarstellung. Code- und ladeoptimierte Seiten stellen damit eine nicht zu unterschätzende geschäftsrelevante Größe dar.
