Kenne Deinen Kunden – Mobile Geräte oder mobiler Unsinn?
Mai 5th, 2005Es gibt drei Arten, mit einem Kunden und seinen Bedürfnissen umzugehen: 1) Man ignoriert ihn. 2) Man glaubt zu wissen, was für ihn gut ist. 3) Man fragt ihn, was er sich wünscht und für gut hält. Für die Nr. 1 ist die Musikindustrie ein gutes Beispiel, die jahrelang nicht daran interessiert war, dass Kunden ihre Musik online beziehen möchten. Sie wird dafür immer noch hart bestraft. Die Nummer 3 soll uns nicht weiter interessieren, denn Unternehmen, die mit ihren Kunden Kontakt halten, machen alles richtig. Als ein Beispiel für die Nr. 2 sieht Scott Jenson in seinem Artikel “Stop Selling $100 Lemonade” Hersteller von mobilen Endgeräten. In diesem Industriesektor sei der Ausgangspunkt aller Überlegungen für neue Handies, Smartphones, Organizer etc. allzu oft immer noch die Steigerung des ARPU (average revenue per user), also die Gewinnmaximierung pro Nutzer. Er nennt diese Haltung die “WAP-Attitude”, denn die Entwicklung, Einführung und anschließende Nicht-Verbreitung und Nicht-Nutzung von WAP sei ein schlagendes Beispiel dafür, welche Absurditäten ganze Industrien hervorbringen können, wenn man die Bedürfnisse der Nutzer nicht bereits in frühen Projektphasen ermittelt.
